20.10.18

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der beiden Auktionsrunden für Onshore-Windenergie und Solarenergie zum Gebotstermin 1. Oktober vorgelegt. Die dritte Ausschreibungsrunde zeigt einen
geringen Wettbewerb bei Wind, großes Interesse an Solarvorhaben und leicht steigende Zuschlagswerte in beiden Bereichen.


Bei Wind an Land lag der durchschnittliche Zuschlagswert  bei 6,26 Cent/kWh, in der Solar-Auktion waren es 4,69 Cent/kWh. Dies bedeutet eine Erhöhung von jeweils 0,10 Cent/kWh im Vergleich zur vorherigen Runde.

Sehr starke Unterschiede zwischen den Bereichen sind jedoch bei der Wettbewerbsintensität zu verzeichnen. Während die Ausschreibungsrunde bei Wind circa 50% unterzeichnet war, kam es bei der Fotovoltaik zu einer dreifachen Überzeichnung.

Weniger als 400 MW, der für Windenergievorhaben vorgesehenen 670 MW wurden abgerufen. Wie das Ergebnis zeigt, orientierten sich die meisten der 57 Bieter preislich am zulässigen Höchstwert von 6,30 Cent/kWh.

Ein weiterhin hoher Wettbewerbsdruck zeigte sich dagegen bei der Photovoltaik. Auf das Ausschreibungsvolumen von 182 MW erfolgten 76 Gebote über insgesamt 551 MW. Erteilt wurden letztlich 37 Zuschläge für 192 MW. Die Werte für die erfolgreichen Gebote bewegten sich in einer Spanne von 3,86 Cent/kWh bis 5,15 Cent/kWh. 

Der Umfang genehmigter Projekte liegt im Sektor Onshore-Wind mittlerweile  auf einem historischen Tiefstand. Die Ergebnisse der Ausschreibung zeigen sehr deutlich, dass es zu einer Herausforderung geworden ist, neue Windprojekte zu verwirklichen. Es ist daher zwingend erforderlich, dass Hindernisse, die aktuell dem Bau neuer Windanalagen entgegenstehen, rasch beseitigt werden.